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Extreme Knitting mit 1000 Fäden

Extreme Wollkunst. Das hat sich Rachel John aus England auf die Fahnen geschrieben. Ihr besonderes Steckenpferd: Extreme Knitting. Aber was ist eigentlich Extreme Knitting? Stricken unter extremen Bedingungen? Weit gefehlt! Rachel John versteht unter Extreme Knitting zum Beispiel das Stricken mit 1.000 Fäden. In ihrem letzten Projekt hat sie nämlich genau das gemacht. 1.000 verschiedene Garne wurden zusammen getragen, fein säuberlich nach Farben sortiert. Von weiß, über gelb, orange, rot und rosa ging es weiter über verschiedene Blautöne bis zum Grün. Quasi ein Mal den Regenbogen entlang. Das Ziel, so erklärt Rachel John, war es, Wolle wie Farbe zu mischen und ein farbenfrohes und einzigartiges Ergebnis zu erzielen.

Für eben dieses Ergebnis führt Rachel erst alle Fäden zusammen. 1.600 Knäule wurden Rachel John von Sponsoren gesendet, die sie dann zu ihrem eigenen großen Faden verarbeitet. Dies geschieht in kleinen Etappen, es entstehen über 20 nach Farben sortierte Stränge, die dann wiederum zu einem großen ‚Faden‘ zusammengeführt werden. In mühevoller Kleinarbeit legt Rachel John die Stränge zueinander, und formt daraus einen großen, bunten Faden bestehend aus 1.000 einzelnen Fäden. Rachel Johns Idee: Sie möchte sehen, wie sich die feinfädrige Kombi verarbeiten lässt und wie belastbar es ist.

Das wird im Stricken getestet. Mit zwei übergroßen Stricknadeln strickt Rachel drauf los. Der gesamte Faden ist dicker als ihr eigenes Bein und das Stricken erfolgt nur mit ganzem Körpereinsatz. Das Ergebnis: eine Art gestrickte Matratze oder ein Strickkissen in allen Farben des Regenbogens.

Weitere Extreme Knitting Ideen und Projekte zeigt die Engländerin auf ihrer Facebookseite. So widmet sich die Künstlerin auch dem Extreme Crochet und dem Extreme Weaving. Schauen Sie mal vorbei.