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Häkeln lernen Teil 2 – Schwups ist das erste Werk fertig

Feste Maschen – aller Anfang ist schwer

Besonders die erste Reihe der festen Maschen ist mir schwer gefallen. Meine Luftmaschenkette schien mir schon beim Beginn meiner festen Maschen plötzlich gar nicht mehr so leicht und luftig, wie ich sie gehäkelt hatte. Es galt in jede Luftmasche einzustechen, um eine weitere Masche hervorzuholen, die dann gemeinsam mit meiner bestehenden Masche auf der Häkelnadel, nun nennen wir es einmal verkettet, wurde. In der Theorie also ganz leicht: Einstechen, Schlinge holen und aufnehmen, neuen Faden durchziehen. Für mich blieb es aber zunächst auch nur bei einer einfachen Theorie. Dadurch, dass meine Luftmaschen eben doch teilweise fester waren als mir lieb war, musste ich mich bemühen, wirklich in jede Masche einzustechen und mich ein bisschen durchwurschteln. Damit das Durchstechen leichter wurde, habe ich meine linke Hand, bzw. Den Ringerfinger als Unterlage zur Hilfe genommen. Damit ging es zwar leichter, doch mein Finger tat leider etwas weh. Mit meinen 40 Maschen, die ich bewältigen musste, habe ich mich wirklich schwer getan.

Zum Glück kann ich sagen, dass es danach leichter wurde. Mit jeder neuen Reihe, die ich häkelte, ging nicht nur der Stich schneller und leichter von der Hand. Ich fand auch einen Rhythmus, mit dem ich gut arbeiten konnte. Dadurch gelang es mir schnell, mich an den Ablauf zu gewöhnen und lockerere Maschen zu arbeiten, was das Einstechen wieder schnell erleichterte. Ich bemühte mich, meine Hände nicht zu verkrampfen – ein Problem, dass ich schon vom Stricken kenne. Nach etwa eineinhalb Stunden war mein erster Topflappen fertig. Zwar war er noch nicht ganz perfekt und dadurch, dass ich am Anfang etwas verkampfter gearbeitet hatte, war er unten unmerklich schmaler als oben, aber dennoch war er gelungen und ich mächtig stolz auf den ersten Lappen 😉

Den zweiten Teil des Topflappen-Duos wollte ich dann einmal ganz alleine testen. Also nahm ich die Wolle und meine Nadel mit nach Hause, um abends vor dem Fernseher weiterzumachen. Tatsächlich ist mir dies schon viel besser gelungen. Ich achtete besonders darauf, die Luftmaschenreihe direkt lockerer zu machen, ohne dabei zu locker zu werden. So ging schon die erste Reihe viel leichter von der Hand und auch danach konnte ich flüssig weiterarbeiten. Zwar muss ich gestehen, habe ich von meiner Serie nicht so viel mitbekommen wie sonst, aber dennoch hat das Häkeln viel Spaß gemacht. Auch das Abketten funktionierte auf Anhieb gut, durch das eingängige Muster habe ich weder Maschen vergessen noch zu viele gemacht. Tatsächlich konnte ich nach einer guten dreiviertel Stunde ein gutes und ebenmäßiges Ergebnis vorzeigen, auf das ich mächtig stolz war.

 

Mein Fazit zum Häkeln lernen

Zugegeben: Ich habe ein einfaches Einsteigerprojekt gewählt. Aber: Das hat echt gut geklappt und ging trotz fehlender Vorkenntnisse zum Häkeln schnell und einfach von der Hand. Mir hat es – nach anfänglichen Schwierigkeiten – viel Spaß gemacht, nicht nur etwas Neues auszuprobieren, sondern auch ein cooles Wollprojekt zu schaffen, das ich so noch nie gemacht habe. Die Technik des Häkelns ist grundsätzlich gut verständlich und eingängig. Ein großer Vorteil ist sicherlich, dass man immer eine Hand frei hat und so etwas flexibler ist. Innerhalb eines Tages konnte ich eine erste Technik beim Häkeln lernen und werde diese nun verfeinern. Mein nächstes Projekt wird definitiv eine lässige Häkelmütze, die ich immer anziehen kann. Und wer weiß, vielleicht folgen danach schon aufwendigere Muster oder Techniken, mit denen ich meinen ersten Pulli zaubern kann, oder meine Topflappen verzieren kann?

Mein Rat an Euch: Probiert es auf jeden Fall einmal aus, es ist – denke ich – einfacher Häkeln zu lernen, wenn man schon stricken kann, als andersrum. Traut Euch und bringt ein bisschen Abwechslung in Eure Wollwelt. Ich wünsche Euch jedenfalls viel Spaß und freue mich auf Eure Erfahrungsberichte 🙂

 

 

Bildquelle: Saekita von Pixabay.com, Creative Commons  1.0 Universal (CC0 1.0)

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